BARF
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Biologisch geprüftes Rohfutter, entwickelt von Dr. Ian Billinghurst. Natürliche Rohfleischfütterung (BARF) ist eine Fütterungsmethode, die auf den Fressgewohnheiten von Wölfen und anderen wilden Fleischfressern basiert. Das Tier wird entsprechend seinen Ernährungsbedürfnissen mit rohem Fleisch, Knochen, Innereien, Gemüse und Obst in geringen Anteilen gefüttert.
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Unsere Menüs bestehen im Durchschnitt aus 85 % Fleisch/Knochen/Innereien und 15 % Gemüse und Obst.
Übergang
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Bei der Umstellung auf Rohkost wird oft ein schrittweiser Übergang empfohlen. Viele Besitzer beginnen aufgrund ihrer milden Eigenschaften mit Geflügelgerichten. Da jeder Hund andere Vorlieben hat, benötigen manche möglicherweise mehr Zeit, um sich an die neue Routine zu gewöhnen. Kleinere, häufigere Mahlzeiten können in dieser Zeit hilfreich sein. Sobald Ihr Hund an eine Proteinquelle gewöhnt ist, können Sie schrittweise andere wie Rindfleisch einführen.
Wenn Sie hinsichtlich der Umstellung unsicher sind oder ungewöhnliche Reaktionen bemerken, wenden Sie sich am besten immer an Ihren Tierarzt.
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Die Futtermenge kann je nach Alter, Größe, Aktivitätsniveau und Umgebung variieren. Als allgemeine Richtlinie gilt, dass die tägliche Portion typischerweise zwischen 2,5 % und 3,5 % des Körpergewichts Ihres Hundes liegt.Welpen kleiner Rassen: 4,5 %
Welpen großer Rassen: 3,25 %
Erwachsene Hunde: 2,5 % bis 3,25 %
Alte Hunde: 2,5 %
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Ja!
Manche Besitzer beginnen ihre Welpen schon früh mit einer BARF-Ernährung, um ihrem natürlichen Fressinstinkt entgegenzukommen. Dieser Ansatz setzt auf rohe, minimal verarbeitete Zutaten und eine schrittweise Einführung verschiedener Proteinquellen. Wie bei jeder Fütterungsmethode ist es wichtig, den Bedarf Ihres Welpen zu beobachten und die Portionen mit der Zeit anzupassen.
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Manche Hundehalter kombinieren Rohkost mit anderen Futtersorten. Dies ist zwar eine persönliche Entscheidung, aber es ist hilfreich, die Verdauung und Konsistenz Ihres Hundes während der Umstellung zu beobachten. Das Mischen von BARF und anderen Futtersorten ist möglich, insbesondere wenn die Einführung schrittweise und überlegt erfolgt. Portionsgröße und -zeitpunkt können an Ihre Fütterungsgewohnheiten angepasst werden.
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Ja! Die Fütterung älterer Hunde kann nach den gleichen Grundprinzipien erfolgen wie die für jüngere Hunde, wobei die Portionsgröße an das jeweilige Aktivitätsniveau angepasst werden muss. Rohfütterung wie BARF ermöglicht eine flexible Mahlzeitenplanung, bei der die Mengen an den aktuellen Lebensstil und Energiebedarf Ihres Hundes angepasst werden können.
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Ja, das ist ganz normal. Fleisch und Gemüse bestehen zu einem großen Teil aus Wasser und ihr geringer Salzgehalt reduziert diesen Bedarf deutlich, der bei Trockenfutter deutlich höher ist.
Fütterung
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Ja und nein. Beobachten Sie stets die Reaktion Ihres Hundes auf die verschiedenen Nahrungsergänzungsmittel und geben Sie vor allem niemals zu viel! Es kommt auch immer auf den Zustand bzw. die Lebensphase des Tieres an. Eine säugende Hündin benötigt beispielsweise bis zu dreimal mehr Energie als normal. Eine Vitaminzufuhr, insbesondere Vitamin C, ist daher unerlässlich. Bei den Mineralstoffen spielt Kalzium für die Hündin eine sehr wichtige Rolle. Auch der hohe Vitamin- und Mineralstoffbedarf von Welpen muss berücksichtigt werden. Bei kranken oder gestressten Hunden können Nahrungsergänzungsmittel helfen und Entlastung bringen. Bei allgemeinen Fragen zu Nahrungsergänzungsmitteln wenden Sie sich bitte an Ihren Tierarzt.
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Fisch ist nicht nur ein sehr geeignetes Nahrungsmittel, sondern auch besonders reich an Omega-3-Fettsäuren. Fischöl, ebenfalls reich an Omega-3, ist eine sehr gute Ergänzung!
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Eine häufig empfohlene Knochenart ist Markknochen. Mark stärkt Gelenke und Knorpel und kann lange Zeit ohne Bruchgefahr benagt werden. Röhrenknochen sollten zugunsten von fleischigen Knochen, Rippen oder Knorpel vermieden werden. Für Geflügel eignen sich Flügel, Rücken und Nacken. Fleischige Knochen sind zum Schutz des Magens vorzuziehen. Wenn Sie mit bestimmten Knochen nicht zufrieden sind, geben Sie sie nicht her! Wir möchten nicht, dass Sie sich unnötig Sorgen um die Gesundheit Ihres Haustieres machen.
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Manche Hundehalter kombinieren Rohkost mit anderen Futtersorten. Dies ist zwar eine persönliche Entscheidung, aber es ist hilfreich, die Verdauung und Konsistenz Ihres Hundes während der Umstellung zu beobachten. Das Mischen von BARF und anderen Futtersorten ist möglich, insbesondere wenn die Einführung schrittweise und überlegt erfolgt. Portionsgröße und -zeitpunkt können an Ihre Fütterungsgewohnheiten angepasst werden.
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Rohfutter kann entweder im Kühlschrank oder bei Zimmertemperatur aufgetaut werden. Für optimale Ergebnisse sollte das Futter vor dem Servieren Zimmertemperatur annehmen, insbesondere bei empfindlichen Hunden.
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Viele Menschen glauben das nicht, denn rohes Eiweiß enthält Avidin, eine Substanz, die Vitamin H (Biotin) zerstört. Da Sie das ganze Ei füttern und der hohe Biotingehalt im Eigelb die Wirkung von Avidin übersteigt, besteht kein Grund zur Sorge. Eier sind außerdem sehr kalziumreich, wenn Sie sie mit der Schale füttern. Sie sind außerdem eine zusätzliche Proteinquelle.
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Wenn ein Hund mit industrieller Nahrung aufgewachsen ist, mag er den Geschmack von rohem Fleisch möglicherweise nicht sofort. Manche Hunde erkennen rohes Fleisch möglicherweise nicht als Futter, da ihnen Geruch und Konsistenz ungewohnt sind. Sollte Ihr Hund Fleisch zunächst ablehnen, können Sie ihm Knochenbrühe oder Kefir (oder andere) hinzufügen, um ihm neue Gerüche zu geben und sein Interesse zu wecken.
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Für Roadtrips von bis zu einer Woche empfiehlt es sich, gefrorenes Fleisch mitzunehmen. Abgedeckt in einer Kühlbox kann das Auftauen einige Tage dauern. Für längere Reisen gibt es auch getrocknete/gefriergetrocknete „BARF“-Portionen.
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Wir empfehlen es! Für wilde Hunde ist tagelanges Fasten nichts Ungewöhnliches. Sie fressen nach dem Fang von Beute, was nicht jeden Tag der Fall ist.
Wichtig zu bedenken ist jedoch: Wenn Sie alle 7 bis 14 Tage einen Fastentag einführen (was theoretisch für jeden Hund durchaus erträglich ist), fällt es vielen Hunden schwer, auf ihre tägliche Mahlzeit zu verzichten. In solchen Fällen können Sie die Fastenzeit durch die Fütterung kleiner Mengen Gemüse und Obst oder eines Markknochens erleichtern.
Verdauung und Stuhlgang
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Es kann erschreckend sein, wenn Ihr Haustier sein Futter in zwei Bissen herunterschluckt. Wir empfehlen daher den Kauf eines Napfes mit Leckpad, damit Ihr Hund seine Rationen nicht auffrisst.
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Das ist völlig normal, wenn Sie Ihrem Hund Knochen geben. Wenn er jedoch stark presst, um sich zu erleichtern, oder sein Stuhl ständig weiß ist, sollten Sie ihm Gemüse geben, um Verstopfung vorzubeugen.
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Die Umstellung geht oft mit Durchfall einher. Ist der Stuhl lediglich weich, normalisiert sich die Situation, sobald die Verdauung wieder normal funktioniert. Ist der Durchfall sehr wässrig und tritt nach einigen Tagen keine Besserung ein, sollten Sie Ihren Tierarzt kontaktieren, da eine Krankheit, Allergie, Unverträglichkeit oder ein Parasitenbefall die Ursache sein könnte.
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Hunde können aus verschiedenen Gründen erbrechen.
Gelbe Galle kann auftreten, wenn der Magen leer ist; weißer Schaum kann nach zu schnellem Trinken entstehen. Manche Hunde würgen zu schnell gefressenes Futter wieder hoch – ein häufiges Verhalten. Bei einer Ernährungsumstellung können eine schrittweise Umstellung und kleinere Mahlzeiten die Umstellung erleichtern.Wenn das Erbrechen häufig auftritt oder mit Unwohlsein einhergeht, wenden Sie sich an Ihren Tierarzt.
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Manche Hunde brauchen möglicherweise Zeit, um sich an die Verdauung von Knochen zu gewöhnen, insbesondere zu Beginn einer Rohfütterungsroutine.
Manche Besitzer finden es hilfreich, die Knochenmenge anzupassen und ballaststoffreiche Zutaten wie Kürbis zu füttern.
Auch eine Pause zwischen den Mahlzeiten kann die Verdauung unterstützen. Sollten die Anzeichen von Unwohlsein oder Verstopfung anhalten, wenden Sie sich am besten an Ihren Tierarzt, um eine individuelle Beratung zu erhalten.
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Wenn Sie dieses Phänomen nur während der Übergangsphase oder von Zeit zu Zeit bemerken, besteht kein Grund zur Sorge.
Tritt es häufig oder ständig auf, solltest du einen Tierarzt rufen und es untersuchen lassen! Es könnte sich um eine Magen-Darm- oder Parasiteninfektion handeln.
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Dies ist bei einer Rohfleischfütterung ganz normal. Ein angenehmer und ökologischer Nebeneffekt des Barfens.